Historisches - Tango Argentino - Getanzte Leidenschaft

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"Tango machista" - Der rauhe Tanz der "Compadritos".

Was heute international als gepflegter Gesellschafts-Tanz gilt, war zur Zeit seiner Entstehung - zumindest den wenigen Überlieferungen nach - eine recht rabiate Angelegenheit in höchst zweifelhafter Umgebung. Denn die "Compadritos", die männlichen Bewohner der ärmeren Viertel, erkannte man nicht nur an ihrer uniformartigen Kleidung mit Schlapphut und Halstuch, sie trugen auch Messer und zögerten nicht, diese einzusetzen.


Seeleute und Fabrikarbeiter, Schlachter und wohl einige Gauner trafen sich in zwielichtigen Bars und noch zwielichtigeren Bordellen. Hier also wurde der Tango geboren, als ungestümer, improvisierter Tanz, der nichts anderes zum Ausdruck bringen sollte, als die bedingungslose Unterwerfung der Frau, auch mit roher Gewalt.

Es sollte noch lange dauern, bis der Tango jene Attribute bekam, die das Tangofieber immer wieder neu entfachen: Verführung und Hingabe, Leidenschaft und Zärtlichkeit

Und nicht zuletzt bedurfte es eines großen Umweges...

"Der Tango ist als Tanz das Schönste, was es gibt. Man muß ihn mit Kraft angehen, mit viel Zärtlichkeit und mit vielen Stunden Arbeit." (Antonio Todaro)

 

Bei keinem anderen Tanz ist es wie beim Tango Argentino möglich, nach ein oder zwei Schritten die Richtung zu ändern oder die angebahnte Tanzfigur spontan wieder zu verlassen. Die Tanzpartnerin weiß nie, was als nächstes kommt, sie ist vollkommen auf die Körpersprache des führenden Herrn angewiesen.
Daher auch der versunkene Ausdruck der Paare. Sie kommunizieren mit ihren Körpern, finden im ständigen gegenseitigen Abtasten den gemeinsamen tänzerischen Ausdruck.

Improvisieren ist alles, es gibt keine festen Regeln. Man tanzt, was man fühlt.


Genießen Sie die mitreissende Musik, das Lebensgefühl Argentiniens.
Und wenn Sie Lust auf mehr bekommen haben:
Kommen Sie zu uns, wir bringen Ihnen diesen faszinierenden Tanz bei.